Beispiel Unterstützungsbedarf

Entwicklungsvorhaben „Unterstützungsbedarf“

Ziel

Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf (z.B. DaZ) und sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf erhalten basierend auf der Förderplanung individuelle Förderung und können erfolgreich weiter lernen.

Indikatoren

Die Kinder lernen auf Grundlage der individuellen Förderziele. Diese und die Maßnahmen zur Erreichung sind formuliert und die Termine zur Überprüfung sind festgelegt, sodass für die Kinder die Handlungsschritte zu bewältigen und das Förderziel zu erreichen sind. Förderziele und Maßnahmen knüpfen an Ressourcen der Kinder an. Der Erfolg der Förderplanung lässt sich am Erreichen der Förderziele erkennen.es Schuljahres 20XX/20XX sind die Methoden Lernen mit dem individuellen Lernplan ab Jahrgang 1 fest im Methodencurriculum verankert. Die Kinder arbeiten dadurch in x Prozent der Unterrichtszeit selbstgesteuert.

Handlungsplanung

Was?
wichtige Arbeitsschritte (Auswahl geeigneten Lernmaterials, Einarbeitung in die Förderplanung) und Etappen definieren
Dokumentation der Handlungsplanung z.B. in einer Übersicht

Von wem?
Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten klären und festhalten
in Lehrerkonferenz über das Vorgehen, die Durchführung und die Evaluation diskutieren – gleichsinniges Verständnis erzeugen
Information und Einbeziehen der Eltern

Bis wann?
Zeitrahmen fest vereinbaren – für Arbeitsschritte, Etappen, Evaluation

Umsetzung

kontinuierliche Unterrichtsplanung in (multiprofessionellen) Teams mit besonderer Beachtung der Ressourcen der Kinder mit Unterstützungsbedarf

Formulieren der Förderziele und Maßnahmen in einem Förderplan

Material / Vorlage zur Förderplanung erstellen

Kinder lernen mit Unterstützung des Förderplans

die beteiligten Pädagog*innen haben sich zu Formen der Rückmeldung und Lernbegleitung vereinbart und agieren danach

Evaluation

Überprüfung der Förderzielerreichung – Gründe für das Erreichen oder Nicht-Erreichen der Ziele erörtern und den anschließenden Förderplan erstellen

möglich: Befragung der Kinder und / oder der Eltern bzgl. der Förderplanung (Waren die Förderziele passend? Was muss geändert werden? Was kann bleiben?)

Sind die Absprachen zur Förderplanung geeignet?

Verbessert das Schulentwicklungsvorhaben die Praxis der Individuellen Förderung an der Schule?

Item-Beispiele:

Items für Lehrerinnen und Lehrer

Förderziele und Maßnahmen waren so festgelegt, dass das Kind sie erreichen konnte.

Der Förderplan war klar strukturiert.

Das Zusammenwirken im Team hat dazu beigetragen, dass das Kind die Ziele erreicht hat.

Die Eltern haben an der Förderplanung mitgewirkt.

Items für Kinder

Ich habe gemeinsam mit meiner Lehrerin herausgefunden, was ich schon gut kann und was ich noch brauche.

Wir haben zusammen überlegt, wie ich meine Ziele erreichen kann.

Ich weiß, an welchen Zielen ich arbeite.

Items für Eltern

Wir sind in die Förderplanung einbezogen worden.

Wir sind mit den Lehrer*innen in regelmäßigem Austausch über die Förderplanung und die Lernentwicklung unseres Kindes.

Verankerung

Einpflegen der Differenzierungsmaßnahmen in die schulinternen Lehrpläne / Unterrichtsvorhaben

Ausarbeitung des Unterstützungskonzeptes / Konzepts zur Individuellen Förderung

Abgleich mit dem Schulprogramm

erreichtes Ziel als Ausgangspunkt für Weiterentwicklung / Erweiterung des Konzeptes

Ausarbeitung des Methodenkonzepts / Methodencurriculums der Schule

Arbeitsplanung
Arbeitsschritte (Was)Verantwortlichkeit (Wer)Termin (Bis wann)
Lehrerkonferenz am 08.02.20XX mit dem TOP „Formular zur Förderplanung“

Alle Lehrkräfte einigen sich auf ein Formular, das verbindlich für Kinder mit Unterstützungsbedarf ausgefüllt wird. Einmal pro Monat ist die Förderplanung TOP auf der Lehrerkonferenz (Austausch).
SchulleitungDatum: 08.02.20XX

Austausch Förderplanung am: 10.03.20XX 12.04.20XX 08.05.20XX 01.06.20XX
Regelmäßige Teamsitzungen finden statt: KL, Sonderpädagogin, LuL der Klasse.

Verfassen der Förderpläne wird als gemeinsame Aufgabe während der Teamzeit gesehen.

Individuelle Ziele (max. 3) werden so kleinschrittig formuliert, dass das Kind die Ziele erreichen kann.  Dauer des Förderplans beträgt 6 Monate.

Protokoll der Teamzeit wird bei der SL eingereicht.
Klassenlehrer*in, Sonderpädagog*in, Lehrer*innenTeamzeiten sind einmal wöchentlich, montags von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr,

Bedürfnisse von Lehrer*innen / Kolleg*innen in Teilzeit werden berücksichtigt.

Förderplanung wird bis zum 06.06.20XX durchgeführt.
Materialien werden für jedes Kind gezielt zusammengestellt. Absprachen über deren Einsatz werden getroffen.Klassenlehrer*in, Sonderpädagog*in, Lehrer*innenfortlaufend
Einmal pro Monat werden die Förderpläne gemeinsam in den Blick genommen.

Fragehaltung: Ist ein Ziel bereits erreicht worden? Sind die Ziele weiterhin passend? Was hat sich entwickelt, verändert?
Klassenlehrer*in, Sonderpädagog*in, evtl. Fachlehrer*innenTeamzeiten nutzen
Eltern werden in die Förderplanung einbezogen. 

Eltern bringen ihre Vorschläge ein. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Lehrer*innen findet alle zwei bis drei Monate telefonisch oder persönlich statt.

An Elternsprechtagen erfolgt der Austausch in einem persönlichen Gespräch zwischen Eltern, Klassenlehrer*in und Sonderpädagog*in.
Klassenlehrer*in, Sonderpädagog*in, Lehrer*innenElterngespräch zur Besprechung Förderplan 1 am 16.02.20XX

Nächster Gesprächstermin telefonisch am 15.04.20XX

Elternsprechtag am 07.06.20XX
Die Förderziele werden mit dem Kind besprochen und die Maßnahmen werden erörtert.Klassenlehrer*in, Sonderpädagog*inGespräch mit dem Kind am 17.02.20XX Gespräche mit den Kindern nach individuellen Terminen
Lehrerkonferenz zum Schuljahresende:

Der Einsatz, die Handhabung, die Kooperation zwischen Klassenlehrer*in – Sonderpädagog*in und  Lehrer*innen sowie zwischen Klassenlehrer*in – Sonderpädagog*in – Eltern wird rückblickend evaluiert. Weiterhin werden die Zielformulierungen evaluiert (Waren sie verständlich formuliert; konnte das Kind sie erreichen?).
Schulleitung, Klassenlehrer*in, alle Lehrer*innenLehrerkonferenz am 02.07.20XX
Evaluation / nach Auswertung des EVA – Bogens erfolgt die Anpassung / Klärung der ErgebnisseSteuergruppe
Der Bereich „Unterstützungsbedarf“ ist regelmäßiges Thema auf den Lehrerkonferenzen im kommenden Schuljahr. Einmal pro Monat steht es auf der TO.

Material

Unterstützungsportal Referenzrahmen Schulqualität mit Reflexionsbögen