Medienkonzept

Durch unser bestehendes Medienkonzept wird das Lehren und Lernen in der digitalen Welt bereits als Zielperspektive der Schulentwicklung in den Blick genommen. Wichtige Vereinbarungen zu digitalen Werkzeugen (Üben und Lernen), zum kooperativen digitalen Arbeiten, zur Erstellung von digitalen Medien sowie den genutzten Kinderseiten zur Internetrecherche sind dort bereits festgehalten.
Bisher basierte dieses Medienkonzept allerdings ausschließlich auf den Rahmenbedingungen des Präsenzunterrichts. Verfasst wurde es damals unter Zuhilfenahme der Gliederungshilfe MK der Medienberaterinnen und Medienberater im Kompetenzteam Steinfurt.

Gliederungshilfe Medienkonzept

Ergänzung des Medienkonzeptes

Nachdem während der akuten Phase der Pandemie viele Entscheidungen kurzfristig fallen mussten – und entsprechend digitale Lern- und Kommunikationswege individuell und spontan beschritten wurden –, muss der Distanzunterricht in seiner Verknüpfung mit dem Präsenzunterricht nun in der nächsten Phase angemessen in den langfristigen und gesteuerten Prozess der Schulentwicklung überführt werden.
Distanzunterricht kann für alle im System Schule langfristig nur gewinnbringend sein, wenn klare Vereinbarungen zu den Zielen, zu genutzten digitalen Werkzeugen, dem Aufteilen von Aufgaben und Teilen von Material innerhalb des Kollegiums vereinbart und auch im Medienkonzept als Vereinbarung zur Schulentwicklung berücksichtigt wurden.
Auch mit dem Ziel, sich auf möglicherweise wiederkehrende Phasen des Distanzunterrichts vorzubereiten, wurden die folgenden Ergänzungen des bestehenden Medienkonzeptes vorgenommen. Sie wurden jeweils den betroffenen Gliederungspunkten des Medienkonzeptes (entsprechend der Gliederungshilfe MK) zugeordnet und können im Folgenden einzeln ausgewählt bzw. ausgeklappt werden.


1 Einleitung

2 Grundlagen

3 Schulentwicklung
3.1 Unterrichtsentwicklung

3.1.1 Pädagogische Ziele für das
Lehren und Lernen in der digitalen Welt

Ergänzung:
Auch beim Lernen auf Distanz ändert sich zunächst nichts an den grundlegenden Zielen von Grundschule und Grundschulunterricht: Es bleibt Aufgabe der Grundschule, die Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder aufzugreifen und sie mit den Anforderungen fachlichen und überfachlichen Lernens zu verbinden.
In den Phasen des Lernens auf Distanz ist allerdings eine Überarbeitung und ggf. Neuorganisation von Lernarrangements notwendig, um diese Ziele erreichen zu können. Dabei ist es erforderlich, andere – und mehr digitale – Aufgabenformate und Mittel einzusetzen, sich im Rahmen eines kompetenzorientierten Unterrichts auf die wesentlichen Lerninhalte zu konzentrieren und die notwendige Methodenkompetenz weiterzuentwickeln.

Dem Teilen von für das Distanzlernen aufbereiteten Unterrichtsreihen und -materialien innerhalb des Kollegiums (z.B. im Jahrgansteam) über eine vereinbarte Ordnerstruktur im gemeinsamen Dateibereich der pädagogischen Oberfläche kommt eine zentrale Bedeutung zu.

3.1.2 Lernen mit Medien

Ergänzung:
In Phasen des Lernens auf Distanz haben Medien – also genauer: das Lernen mit Medien – herausragende Wichtigkeit für eine gelingende Verzahnung von Präsenzunterricht und Lernen zuhause. Aus diesem Grund haben wir, zusätzlich zu den ohnehin im Medienkonzept berücksichtigten, auch weitere digitale Werkzeuge in unseren zu vermittelnden digitalen Werkzeugkasten aufgenommen.
Außerdem sind die Aspekte der digitalen Kommunikation und Unterrichtsorganisation in den Bereich des Lernens mit Medien aufgenommen worden:

  • Welche Kommunikationskanäle werden wofür genutzt?
  • Wie können Lerninhalte von der Lehrkraft aufbereitet / bereitgestellt werden?
  • Wie werden Lerninhalte von den Schüler*innen bearbeitet?
  • Wie können Ergebnisse von Schüler*innen eingereicht und von Lehrer*innen zeitökonomisch überprüft werden?

Die Erfahrungen während der Wochen ohne Präsenzunterricht haben gezeigt, dass der Erfolg des Lernens mit Medien maßgeblich davon abhängt, ob und wie die technische Infrastruktur ausgebaut ist, die den Schüler*innen zur Verfügung steht.

3.4 Personalentwicklung

3.4.1 Qualifizierung und Fortbildung der Lehrkräfte

Ergänzung:
Ein zusätzlicher Schwerpunkt für die Fortbildungsplanung des pädagogischen Personals an unserer Schule ist die praxisorientierte Vermittlung der Lern- und Kommunikationswerkzeugen zur digitalen Kommunikation und Unterrichtsorganisation, auch – aber nicht nur – für Unterricht in Phasen des Distanzlernens.

3.4.3 Ausbildung der Lehramtsanwärter*innen

Ergänzung:
Die Ausbildung der Lehramtsanwärter*innen an unserer Schule umfasst die Planung und Durchführung einer Unterrichtsreihe mit verzahnten Anteilen an Distanz- und Präsenzlernphasen.

3.5 Technologieentwicklung

3.5.2 Mediale Ausstattung

Ergänzung:
Um die Benachteiligung von Kindern zu vermeiden, die zuhause keine geeigneten Endgeräte und / oder keinen Internetzugang vorfinden, wurde der Grundschule Ideenwiese vom Schulträger ein Pool an Endgeräten für den längerfristigen Verleih an sozial benachteiligte Familien zur Verfügung gestellt.

Die Zuteilung geschieht nach vorheriger Abfrage bei den Eltern zur Verfügbarkeit von Endgeräten und Internetzugängen – und basierend auf einer Priorisierung durch die Lehrerkonferenz. So wird die professionelle Einschätzung der Lehrkräfte zu den individuellen Bedarfen berücksichtigt.

Die softwareseitige Ausstattung ist soweit wie möglich an die, der schulischen Präsenzgeräte angelehnt. So kann sichergestellt werden, dass das Handling des Gerätes für die betroffenen Kinder niederschwellig ist und die Benutzung der Kommunikations- und Lernwerkzeuge bekannt ist.

Extern: Corona-Hilfe II: Sofortprogramm Endgeräte

4 Evaluation / Fortschreibung

5 Anhang
5.1.3 Software / Apps / Lernmittel

Pädagogische Oberfläche:
Digitales Klassenzimmer / Lernmanagementsystem

Ergänzung:
Unsere pädagogische Oberfläche dient dem Lernmanagement im digitalen Klassenzimmer. Hier speichern Lehrpersonen und Kinder Unterrichtsmaterialien und Lernprodukte bzw. machen sich diese wechselseitig zugänglich. Hierfür sind insbesondere die Module Dateien, Forum, Aufgaben und Umfragen von Bedeutung.

Das System ist auch nach außen geöffnet und somit von überall aus dem Internet erreichbar; alle Kinder bzw. deren Eltern haben benötigte individuelle Zugangsdaten inkl. sicherer Passwörter ausgedruckt erhalten.

Eine notwendige erweiterte Einwilligung für die Videokonferenzen wurde den Eltern zur Unterzeichnung vorgelegt. Eltern wie Kindern wurden außerdem entsprechende Anleitungen zu den benannten Kernfunktionen über unsere Schulhomepage zugänglich gemacht.

Asynchrone Kommunikation

Ergänzung:
Zunächst steht die pädagogische Oberfläche auch als Kommunikationssystem zur asynchronen Kommunikation im Zentrum des Lernens auf Distanz. Hierfür werden insbesondere die Module E-Mail, Messenger und Forum genutzt.

Das System ist nach außen geöffnet; alle Kinder bzw. deren Eltern haben Zugangsdaten inkl. sicherer Passwörter erhalten. Eine notwendige erweiterte Einwilligung für die Videokonferenzen wurde den Eltern bei Einschulunglieg zur Unterzeichnung vorgelegt, Eltern wie Kindern wurden entsprechende Anleitungen zu den benannten Kernfunktionen zugänglich gemacht.

Besonders in der Schuleingangsphase nutzt unsere Grundschule Ideenwiese die Plattform Antolin, um den Kindern z.B. direkte Rückmeldung zu Lesequizzen zu geben und über das einfache Antolin-Postfach erste Erfahrungen beim digitalen Kommunizieren – ausschließlich zwischen Lehrkraft und Kindern – zu ermöglichen.

Synchrone Kommunikation

Ergänzung:
Zur synchronen Kommunikation wird neben dem telefonischen Kommunikationskanal das Videokonferenz-Modul der pädagogischen Oberfläche genutzt, um Videotelefonie mit einzelnen Schülerinnen und Schülern sowie Videokonferenzen mit Lerngruppen durchzuführen.

Nutzen und Erstellen von Lern- und Erklärvideos

Ergänzung:
Erklärvideos werden zur Unterstützung der Lernprozesse auch – aber nicht nur – im Lernen auf Distanz genutzt. Dabei werden bevorzugt selbst erstellte Produkte der Lehrpersonen, oder alternativ bereits verfügbare aus dem Internet, genutzt. Die Videos werden den Kindern über einen Kurzlink (ggf. ergänzt durch einen QR-Code) mit möglichst geringen Zugangshürden zugänglich gemacht.
Die Schule hat für alle Kolleg*innen einen Youtube-Account angelegt, unter dem an zentraler Stelle selbst erstellte Erklärvideos gespeichert und zur Verfügung gestellt werden können. Die Zugangsdaten dafür wurden allen Kolleg*innen per E-Mail zugeschickt.

Feedback geben und einholen

Ergänzung:
Das Einholen von Feedback ist in vielen Bereichen des Unterrichts und der Schulentwicklung von Bedeutung.
Im Lernen auf Distanz wird es allerdings noch wichtiger, da einerseits die Möglichkeit fehlt bzw. sehr eingeschränkt ist, unmittelbares Feedback der Schülerinnen und Schüler zum eigenen Unterricht wahrzunehmen oder einzuholen.
Da das Distanzlernen andererseits für alle Beteiligten neu ist, muss auch die Kommunikation über Gelungenes und Verbesserungswürdiges ermöglicht werden.
Mit externen Feedback-Tools sowie dem Umfragetool der pädagogischen Oberfläche bieten wir daher Kanäle für Feedback an. Wie es die Kinder aus dem Unterricht kennen, kann außerdem z.B. zum Ende einer Videokonferenzen ein kurzes Feedback direkt über das integrierte Umfragetool eingeholt werden.

Digitales Lernmaterial

Ergänzung:
Das digitale Pendant zu Abakus, Rechenplättchen etc. steht den Kindern jederzeit zum Abruf bereit – und kann daher gut zur Differenzierung mit eingeplant werden, wenn die physischen Lernmaterialien für das Lernen zu Hause mal nicht zur Verfügung stehen.
Die Liste der digitalen Lernmaterialien steht den Schülerinnen und Schülern leicht zugänglich auf unserer Schulhomepage im Kinderbereich zur Verfügung.